Randecker Maar
 

Das Randecker Maar in Bildern

Forschungsstation Randecker Maar (roter Pfeil), Richtung des Hauptzuges im Herbst (blauer Pfeil)

 

 

 

Führung am "Tag der offenen Tür"
und Erprobung neuester Optik mit
Herr Dipl.-Ing. Walter Schwab von der Firma Carl Zeiss (Sports Optics) in Wetzlar.
 

 

 

 

Der "Stationshügel"
Zugbeobachtung am Randecker Maar

 

 

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Blick auf den "Stationshügel" am Randecker Maar aus Richtung Breitenstein bei Ochsenwang

Bild oben: Pia Reufsteck

Die Forschungsstation Randecker Maar ist die einzige Station an der seit Jahrzehnten der Zug wandernder Insekten erfasst wird. Die Reuse im Hintergrund dient dem Fang wandernder Schwebfliegen, von denen viele Arten regelmäßige Wanderungen im Herbst nach Süden bis ins Mittelmeergebiet durchführen. Nach der Überwinterung kehren sie im Frühjahr zum Teil in zwei Generationen wieder nach Norden zurück.

 

Geologisches zum Randecker Maar

Das Randecker Maar hat keinen typischen Wall um die Hohlform herum. Im Randbereich liegen lediglich größere Blöcke von Weißjurakalk mit Lochkarren herum (Abbildung 18). Diese Blöcke wurden durch eine einmalige phreatomagmatische Explosion im Miozän aus dem Untergrund herausgeschleudert. An einigen Stellen sollen auch vulkanische Tuffe von diesem erruptiven Ereignis zeugen. Durch die heiße Asche kam es zu einer Abdichtung des Untergrundes, ein See entstand in der damals noch geschlossenen Hohlform.

Es lagerten sich alluviale und oligotroph-lakustrine Sedimente ab, später dann brakisch eutroph-lakustrine. Noch im Jungquartär betrug die Sedimentmächtigkeit 70m. Dann erodierte der Nordrand des Maares durch den Zipfelbach, so dass das Maar heute trocken ist und seine rezente Form erhielt. An den herum liegenden Blockpackungen sind deutlich Lochkarren zu erkennen. Alexander Jordan 2001-05-29

http://userpage.fu-berlin.de/~jordi/exkursionsbericht/node56.html

Gewitterstimmung im Oktober (Bild: Pia Reufsteck)

 

Fossilien aus dem Randecker Maar

Miozäne Süsswasser-Einlagerung im unteren Jura, bekannt für die Vielfalt an Insekteneinschlüssen (rechts eine Termite). In dem bis zu 130 Meter tiefen einstigen Süsswassersee sind Fossilien einer subtropisch-tropischen Fauna und Flora erhalten. Darunter Reste von Giraffe, Elefanten- und Nashornarten.

Weitere Versteinerungen sind hier zu sehen:
http://home.t-online.de/home/320002685970-0001/rand1.htm

Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart

Kurzbeschreibung: Erhaltung eines in seiner ursprünglichen Form bestehenden Albmaares wegen seiner Bedeutung für die Wissenschaft und seines hohen Wertes für das Landschaftsbild der Schwäbischen Alb. Heute wird das Randecker Maar durch den Zipfelbach entwässert, der durch rückschreitende Erosion in den nördlichen Maarrand eine Schlucht gegraben hat, die noch typische Schluchtflora und -fauna aufweist. (NR: Mittlere Kuppenalb).

http://www.xfaweb.baden-wuerttemberg.de/nafaweb/berichte/schutzg/sach/berichte/1gi_n_s/gi_ns-1029.html

Das Maar mit Blick auf den Aichelberg -
früher Wintereinbruch im Oktober 2012

 

Das Schopflocher Moor

Das Schopflocher Moor ist ein Naturschutzgebiet und bietet eine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Das Feuchtgebiet befindet sich inmitten eines Karstgebiets und stellt damit eine seltene Besonderheit dar. Karstgebiete sind durch unterirdische Entwässerung gekennzeichnet, und somit sind oberirdische Gewässer, wie dieses Feuchtgebiet, ein scheinbarer Widerspruch. Natürlich ist der Grund für ein derartiges Phänomen eine zusätzliche geologische Besonderheit. In diesem Fall ist das der Albvulkanismus, der auch für das benachbarte Randecker Maar und die Limburg verantwortlich ist. Vor etwa 17 Millionen Jahren führte ein explosiver Vulkanismus zur Bildung des Kirchheim Uracher Vulkangebietes. Vulkanausbrüche hinterließen Schlote am heutigen Schopflocher Moor, dem Randecker Maar, der Limburg und 353 anderen Lokalitäten. Die Füllung der Vulkanschlote ist Basalttuff, der zu grünlich-grauem Ton verwittert, lokal auch Wasserboden genannt. Dieser ist wasserundurchlässig und staut so das Regenwasser. In den harten Schichten des Weißen Jura auf der Albhochfläche verwittert das weichere Gestein des Schlots schneller und bildet so eine Hohlform. Diese Hohlform füllt sich mit Regenwasser und es entsteht ein Teich, der lokal als Hüle bezeichnet wird. Hülen waren bei der Besiedlung der Albhochfläche im siebten und achten Jahrhundert die Keimzelle für Siedlungen. Sie waren die einzige Quelle für Trink- und Brauchwasser auf der ansonsten wasserlosen Karsthochfläche. Die Siedlungen aus dieser Zeit sind an der Endung des Ortsnamens auf -ingen erkennbar, und einige besitzen auch heute noch eine Hüle, wie das nahegelegene Zainingen. Doch zurück zum Schopflocher Moor: dieser große See ist nach der letzten Eiszeit verlandet und wurde so zum Moor. Sie füllte sich zuerst mit Resten von Algen, Schilf und Bruchwald-Hölzern (Niedermoor). Später bildeten Torfmoose und Wollgräser ein Torfschild (Hochmoor). Dies ist in diesem Gebiet einzigartig, einige der anderen Hülen der mittleren schwäbischen Alb sind durch menschliche Pflege Seen geblieben. Ein Grund für diese Besonderheit ist nicht zuletzt die geographische Lage, also die besonders hohen Niederschläge am Albnordrand. Die karstkundliche Besonderheit des Schopflocher Moores sind die Dolinen und Ponore (Schlucklöcher) der Umgebung. Regenwasser, das nicht im Moor verdunstet, verlässt das Moor über Gräben zum Rand. Moorwässer sind durch ihren natürlichen Gehalt an Huminsäuren ausgesprochen sauer und deshalb lösungsfreudig. Trifft es auf den Kalkstein, wirkt es besonders stark korrosiv. Es bilden sich die charakeristischen Trichter von Lösungsdolinen und Ponore, meist in Form von Spalten an ihrem Boden. Um das Schopflocher Moor herum gibt es fast 20 derartige Dolinen mit Schlucklöchern. Sie sind besonders sehenswert, wenn nach größeren Niederschlägen oder im Frühling während der Schneeschmelze, das überschüssige Wasser aus dem Moor fließt und nach wenigen Metern gurgelnd in den Schlucklöchern verschwindet. Die Doline Stauchloch ist die bedeutendste der Dolinen. Sie liegt direkt an der Einfahrt zum Otto Hoffmeister Haus und ist mit Bäumen bestanden. Ganz in der Nähe befindet sich die Doline Höll, eine baumfreie Doline, die von der Straße nach Ochsenwang zerschnitten wird. Im Südwesten ist die Doline Wasserfall nach einem kurzen Spaziergang durch das Moor zu erreichen. Sie liegt zwischen Moor und Waldrand. Im Südosten liegt das Dolinenfeld am Kreuzstein, nahe des asphaltierten Wanderweges vom Otto Hoffmeister Haus. Hier ist eine Quelle mit Rohr zu einer Schafstränke mit Wassertrog ausgebaut. Das Schopflocher Moor wurde durch jahrhundertelangen Torfabbau stark verändert. Alte Literatur berichtet von Dolinen, die in der Vergangenheit ebenfalls als Ponore aktiv waren, heute jedoch verfüllt sind. Das Moorwachstum ist durch diese menschlichen Eingriffe zum Erliegen gekommen. Durch umfangreiche Wiedervernässungsmaßnahmen wird das wieder einsetzen des Moorwachstums angestrebt.

http://www.showcaves.com/german/de/karst/SchopflocherMoor.html

 

Geschichte des Schopflocher Moors

1784

Beginn des Torfabbaus, später Lehmabbau zur Ziegelherstellung.
1907 Ende des Torfabbaues.

1931

Grunderwerb durch den Schwäbischen Albverein.
1942 Naturschutzgebiet.
1983 Erweiterung des Naturschutzgebietes.