Randecker Maar
 

Die Forschungsstation Randecker Maar
Die Forschungsstation Randecker Maar e.V. ist eine wissenschaftliche Einrichtung auf privater Basis, die sich aus Spenden finanziert. Seit 1966 arbeitet dort ein kleines Team von Ornithologen und Entomologen alljährlich von Ende August bis Ende Oktober von Tagesanbruch bis zum späten Nachmittag, um die nach Süden wandernden Vögel und Insekten zu erfassen. Die ziehenden Vogelschwärme, die im Herbst über das häufig nebelverhangene Neckarland auf die Anhöhen der Schwäbischen Alb treffen, haben schon früh eine eigenartige Faszination auf die Ornithologen dieser Region ausgeübt. mehr...........

 

Vogelzug am Randecker Maar
Der Zugplanbeobachter ist, wie kaum ein anderer faunistisch arbeitender Biologe, darauf angewiesen, seine Objekte in wenigen Augenblicken auch unter widrigen Bedingungen sicher anzusprechen. Die in den Feldführern angegebenen Merkmale werden diesen Ansprüchen nicht gerecht. Körperhaltung, Flügelform und Flügelschlagfrequenz, Truppform und -dichte in Verbindung mit der Fluggeschwindigkeit und dem davon abhängigen interspezifischen Sozialverhalten müssen so interpretiert werden, daß eine Einordnung nach Arten notfalls auch ohne "Verhören" der Zugrufe erfolgen kann. Viele dieser Kriterien stehen in engem Zusammenhang mit... mehr...

 

Insektenwanderung
Am Randecker Maar wurde erstmalig der Versuch unternommen, gleichzeitig mit dem Vogelzug auch wandernde Insekten unter standardisierten Bedingungen zu erfassen. Die Berücksichtigung beider Tiergruppen brachte verschiedene Vorteile: Der Höhepunkt des Vogelzugs fällt auf den frühen Vormittag, gelegentlich den Abend, der Höhepunkt des Insektenzugs auf die warmen Tagesstunden. Durch die Kombination beider Zugzählungen war eine ganztägige Beobachtung zu vertreten. mehr...

 

Waldökologie
In Mitteleuropa sind Wälder und Gehölze die Habitate mit den größten Vogeldichten außerhalb der Siedlungen. Durch die hohen Anteile dieser Lebensräume in den meisten Ländern haben Eingriffe bedeutende Veränderungen der Landvogelfauna zur Folge. Die Waldfläche hat in den letzten Jahrzehnten überwiegend stark zugenommen und dies vor allem durch den Anbau von Koniferen. Die moderne Forstwirtschaft hat damit die Zusammensetzung der europäischen Vogelwelt massiv verändert. Zahlreiche typische Arten der montanen und subalpinen Region sowie der borealen Zone konnten große Flächen des Tief- und Hügellandes sowie zahlreiche ursprünglich mit Laubwald bedeckte Mittelgebirge besiedeln. mehr...

 

Förderung - Fleißige Hände, viele Augen
Eine Forschungseinrichtung, die auf freiwilliger Mitarbeit aufbaut und ihren jährlichen Etat oft vergeblich in den Haushaltsplänen der öffentlichen Hand sucht, braucht Freunde, wenn das Werk gelingen soll. Die Vielen, die das Randecker Maar-Projekt durch ihre Mitarbeit, durch finanzielle Unterstützung, ihre Fürsprache oder vielfältige andere Hilfe unterstützt haben, wird deshalb hier noch einmal ganz herzlich gedankt. Die ersten Jahre der Stationstätigkeit waren in verschiedener Hinsicht besonders hart. Ohne vernünftige Unterkunft wurden die Beobachtungen ab Mitte der 1960er Jahre begonnen. In den ersten Jahren stand ein kleines Häuflein Unentwegter, das aller Unbill des rauen Albwetters trotzte und dabei die Widrigkeiten des deutschen Wetters auf einer Mittelgebirgsanhöhe mit Sturm, Regen, Schnee und Eis in seltener Kompromisslosigkeit kennengelernt hat. mehr...

 


Forschungsstation Randecker Maar e.V.
- Projektleitung: Dr. h.c. Wulf Gatter
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